News
„Zucker“ vorbeugen – Lebensstil ändern
Typ-2-Diabetes, früher auch als Altersdiabetes bekannt, hat sich mit schätzungsweise bis zu acht Millionen Betroffenen auch in Deutschland zur Volkskrankheit entwickelt und belastet die Gesundheits- und Sozialsysteme mit mehr als 20 Milliarden Euro im Jahr. Dabei lässt sich dieser Form der „Zuckerkrankheit“ wirksam vorbeugen – im Gegensatz zum genetisch bedingten Typ 1. Gesunde Lebensführung heißt das Stichwort.
Jeder achte Apothekenkunde hat erhöhte Blutzuckerwerte, so die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Viele wissen das gar nicht. Ist die ärztliche Diagnose einmal gestellt, so können spezialisierte Apotheker den Patienten bei der gezielten Behandlung der Krankheit begleiten, etwa bei der Umstellung des persönlichen Speiseplans oder mit Hilfe einer BIA-Messung.
Wissenschaftlichen Erkenntnissen der US-amerikanischen Langzeitstudie Diabetes Prevention Program zufolge lässt sich das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, durch eine entsprechende Lebensführung deutlich senken. Angehörige einer Hochrisiko-Gruppe – meist fettleibig und mit erhöhtem Blutzucker – mussten drei Jahre lang 150 Minuten pro Woche Sport treiben und ihr Gewicht mit Hilfe einer Diät um rund sieben Prozent reduzieren. Das Ergebnis: Die Zahl der Erkrankungen sank um 58 Prozent gegenüber Teilnehmern ohne veränderten Lebensstil, nach drei Jahren waren es noch 34 Prozent. Und: Wer dann doch erkrankte, hatte den Diabetes nach Berechnungen der Forscher um vier Jahre hinauszögern können.
[zurück]



