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Fischöl beugt psychische Erkrankungen vor
Die regelmäßige Einnahme von Fischöl-Kapseln vermindert offenbar das Risiko, an Schizophrenie oder an einer Psychose zu erkranken. Zu diesem Fazit kommt eine Studie, deren Ergebnisse die Archives of General Psychiatry in ihrer Februar-Ausgabe veröffentlicht haben. Die positive Wirkung der Kapseln führen die Wissenschaftler auf die Omega-3-Fettsäuren im Fischöl zurück.
An der Universität für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Wien führten die Forscher ihre Untersuchung mit 81 Patienten zwischen 13 und 25 Jahren durch. Die Probanden hatten alle ein sehr hohes Risiko, innerhalb der nächsten zwölf Monate an Schizophrenie zu erkranken. Zwölf Wochen lang verabreichten die Wissenschaftler 41 Teilnehmern Fischöl-Kapseln mit einer täglichen Menge von 1,2 Gramm Omega-3-Fettsäuren. Die restlichen 40 erhielten ein Placebo. Nach Ablauf der einjährigen Untersuchung hatte sich in der Gruppe ohne Fischöl-Kapseln tatsächlich bei elf Patienten eine manifeste Psychose entwickelt. Dagegen erkrankten nur zwei Teilnehmer, die regelmäßig Fischöl-Kapseln bekamen. Die Wirkung ist laut Studienbericht vergleichbar mit der einer präventiven medikamentösen Therapie.
Die Erkenntnis, dass die Behandlung von jungen Patienten mit einer natürlichen Substanz eine Psychose vermeiden oder zumindest deren Ausbruch verzögern könnte, so die Autoren, gebe Hoffnung auf eine alternative Therapie ohne die bekannten Nebenwirkungen wie etwa sexuelle Funktonsstörungen oder Gewichtszunahme durch Antipsychotica. Denn die Einnahme von Fischöl-Kapseln verursache zwar gelegentlich Verdauungsbeschwerden, sei jedoch weitgehend frei von klinisch relevanten Nebenwirkungen
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