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Rückenschmerzen: Oft hilft eine Portion Entspannung

„Der Rücken beginnt im Kopf“, so lautet das Motto des diesjährigen Tages der Rückengesundheit am 15. März. Damit ruft das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) gemeinsam mit dem Bundesverband der deutschen Rückenschulen (BdR) und der Aktion Gesunder Rücken (AGR) die Bevölkerung zur Prävention von Rückenbeschwerden auf. Dabei geht es nicht nur um mehr Bewegung, sondern auch um einen anderen Umgang mit den Schmerzen.

Statistiken zufolge sind Rückenbeschwerden die häufigste Schmerzform in der deutschen Bevölkerung und gelten als Volkskrankheit Nummer eins. Rund ein Drittel leidet daran. Doch oftmals verhalten sich Betroffene nicht angemessen, greifen beispielsweise zu schnell nach starken Schmerzmitteln. Zwar sollte man derartige Beschwerden als Warnsignal des Körpers verstehen, empfiehlt der Organisator des Gesundheitstages Dr. Dietmar Krause vom DGK. Wichtig sei jedoch vor allem die richtige mentale Bewältigung. Übermäßige Ängste oder Sorgen seien unnötig. Denn die Schmerzen vergingen meist nach ein paar Tagen wieder.

Besserung lässt sich oft herbeiführen, indem man sich flach hinlegt und die die Beine im rechten Winkel hochlagert. Auch Ruhe und Wärme wirken lindernd. Solange es nicht zu Lähmungserscheinungen oder Nervenkribbeln komme, reiche in vielen Fällen auch ein einfaches Schmerzmittel aus, erläutert Dr. med. Jan-Peter Jansen. Der Ärztliche Leiter des Schmerzzentrums Berlin gibt jedoch zu bedenken, dass „viel zu oft bei der Behandlung vergessen wird, dass der Rücken auch der Tummelplatz unserer Seele ist“.

Häufige Ursachen seien Stress, Sorgen um den Arbeitsplatz oder um die eigene Gesundheit, Probleme mit Kollegen oder in der Familie und andere psychische Belastungen. „Für den erfolgreichen Umgang mit Rückenschmerzen ist die aktive Bewältigung dieser seelischen Faktoren ein entscheidender Punkt. Wer das selbst nicht schafft, kann Hilfe bei schmerztherapeutisch geschulten Psychologen suchen“, rät Jansen. Sinnvoll sei es, auch für regelmäßige Entspannung zu sorgen. Dazu bieten sich etwa Meditation oder Yoga an, aber auch wohltuende Massagen, die wie Sreicheleinheiten auf Muskulatur und Geist wirken.