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Vitamin D für mehr Beweglichkeit im Alter

Vitamin D trägt dazu bei, die Knochen gesund zu erhalten. Das gilt besonders im Alter. Eine Langzeitstudie an der Wake Forest University legt jetzt außerdem den Schluss nahe, dass sich eine hohe Vitamin-D-Zufuhr sogar auf die Muskelkraft auswirkt.

Das Forscherteam um Dr. Denise Houston hat 2.788 Senioren untersucht, die durchschnittlich 75 Jahre alt waren. Zu Beginn der Studie überprüften die Wissenschaftler den Vitamin-D-Level im Blut und machten parallel einige Tests zur physischen Verfassung. Die Teilnehmer mussten zum Beispiel zeigen, wie schnell sie eine kurze Strecke gehen konnten, sie standen mehrmals hintereinander von einem Stuhl auf, demonstrierten ihr Gleichgewichtsgefühl in verschiedenen Positionen, und sie stellten an Geräten ihre Kraft unter Beweis. Die gleichen Tests führte Dr. Houston nach zwei Jahren und nach vier Jahren durch. 

Dabei stellte sich heraus, dass die Vitalität natürlicherweise im Laufe der Jahre abnahm. Besonders deutlich zeigte sich dieser Effekt allerdings bei den Senioren, die am wenigsten Vitamin D zu sich nahmen. Andersherum waren die Senioren mit den höchsten Vitamin-D-Werten äußerst fit. Allerdings gibt Dr. Houston zu, dass die Ergebnisse der Studie doch nicht so klar seien, wie sie auf den ersten Blick aussähen: „Wir nehmen Vitamin D ja nicht nur über die Nahrung auf. Unser Körper ist außerdem in der Lage, selbst Vitamin D zu produzieren, wenn er genug Sonnenlicht bekommt.“ Die Wissenschaftler könnten daher nicht sicher sagen, ob die Vitamin-D-Konzentration bei den fitten Senioren deswegen höher war, weil sie sich besser bewegen und nach draußen gehen konnten, oder ob sie beweglicher waren, weil sie mehr Vitamin D über die Nahrung aufnahmen. Endgültig könne diese Frage nur über klinische Studien beantwortet werden. Auf jeden Fall sei es wahrscheinlich, „dass Vitamin D nicht nur für die Knochen gebraucht wird, sondern auch, um die Muskelkraft und die physische Verfassung im Alter insgesamt zu erhalten“, sagt Dr. Houston. Vitamin D ist beispielsweise in Milchprodukten und Fisch enthalten.

 

Quelle: American Society for Nutrition, Experimental Biology 2010 meeting, April 2010



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